Wie Du dich perfekt auf deinen Welpen vorbereitest

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Dein neues Familienmitglied

Du hast dich dafür entschieden, dein Zuhause zukünftig mit einem Hund zu teilen und möchtest dabei alles richtig machen? Zunächst mal gratulieren wir dir ganz herzlich zu dieser tollen Entscheidung! In diesem Artikel wollen wir dir ein paar grundsätzliche Fragen beantworten und dir helfen, dich auf den kommenden Lebensabschnitt mit deinem neuen vierbeinigen Freund vorzubereiten.

Viel Spaß beim Lesen!

Sorge dafür, dass der neue Wohnraum hundesicher ist!

Halte deine Augen offen, nach Dingen die dein Hund anknabbern könnte. Vor allem Stromkabel, giftige Pflanzen oder Lebensmittel sollten bedacht werden.

Wie bereite ich meine Wohnung auf einen Hund vor?

Sobald ihr angekommen seid, möchte der Hund sein neues Zuhause natürlich erst Mal erkunden. Deshalb ist es wichtig, die Wohnung bereits vorher hundesicher zu gestalten. Gerade junge Hunde möchten am liebsten alles an kauen, was sie zwischen die Zähne bekommen – Stromkabel sollten also abgesichert oder am besten weggeräumt werden, damit der Welpe sich nicht verletzt; ebenso Schuhe und andere wichtige Habseligkeiten.

Auch Pflanzen können gefährlich werden, da manche von ihnen für Hunde ebenso giftig sind wie einige Lebensmittel. Damit kein Unglück geschieht, solltest du dich vorher informieren, welche Lebensmittel und Pflanzen deinem Hund gefährlich werden können – dieses Thema wird auch in meinem gratis E-Book behandelt.

Teppiche sind ebenfalls ein wichtiges Thema: Besonders Welpen können ihre Notdurft anfangs noch nicht so lange zurückhalten. Dementsprechend werden sie, wenn sie sich in der Wohnung erleichtern, das bevorzugt auf einem Teppich tun – er ähnelt einer Wiese oder dem Gras draußen und es ist für Hunde somit natürlich, ihn als ihre Toilette zu benutzen. Bring den Teppich am besten einfach in Sicherheit, oder rolle ihn zumindest ein. Nach etwa drei Wochen sollte der Welpe stubenrein sein und der Teppich kann wieder an seinen angestammten Platz.

Ob Teppich oder nicht – wenn der Welpe sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, und das wird anfangs passieren, sollten Küchentücher und Essigreiniger zur Verfügung stehen. Essigreiniger bietet sich an, weil er Gerüche deutlich besser neutralisiert, als es zum Beispiel Spülmittel tut. Da Welpen oft wiederholt an derselben Stelle ihre Notdurft verrichten, bei der sie “gelernt” haben, dass sie dazu da ist, beispielsweise weil sie noch entsprechend riecht, lassen sich “Wiederholungstaten” so besser verhindern. Gleichzeitig ist auch zu erwähnen, dass Hunde niemals für ihre Taten mit Gewalt bestraft werden dürfen.

So fühlt sich dein Welpe wohl in der neuen Umgebung

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Der Schlafplatz

Wähle einen Rückzugsort für deinen Vierbeiner, an dem er sich wohl fühlt und entspannen kann.

Das Futter

Stelle das Futter erst langsam um und kläre mit dem Züchter das Vorgehen.

Das Spielzeug

Wähle das richtige Spielzeug, sodass dein Hund Spaß hat, aber gleichzeitig trainiert wird.

Wo soll mein Hund schlafen?

Zur Vorbereitung gehört natürlich auch das Einrichten eines Schlafplatzes für den neuen Mitbewohner. Eine gute Option ist da die Hunde-Box. Sie hilft dem Hund, stubenrein zu werden, und soll für ihn ein Rückzugsort sein, an dem er sich wohl fühlt, den er gerne aufsucht und der ihm hilft, wenn er mal alleine bleiben muss. Mit der Box hat er in so einer Situation einen festen Aufenthaltsort, statt in der ganzen Wohnung herum zu rennen, was für ihn, gerade anfangs, deutlich überschaubarer ist. Dabei geht es aber ausdrücklich nicht darum, den Hund in seine Box “einzusperren” und dann die Tür hinter ihm zu zu machen – das ist eher ein Gefängnis als ein Rückzugsort, und die Box soll für den Hund schließlich mit positiven Gefühlen verbunden sein. Dafür kannst du zum Beispiel ein Spielzeug hineinlegen oder deinen Hund in den ersten Tagen in der Box füttern.

Wie sieht es mit der sonstigen Versorgung aus?

Apropos Futter: Stammt der Welpe von einem Züchter, gibt dieser dir oftmals einen Teil des gewohnten Futters mit, da der junge Hund durch die neue Situation einiges an Stress erlebt und ihm das auf den Magen schlagen kann. Sobald sich dein Welpe etwas eingewöhnt hat, kannst du das Futter wechseln, indem du das neue Futter unter das alte mischst – zunächst nur eine kleine Menge, etwa ein Viertel, und dann schrittweise mehr, bis du nach etwa einer Woche das alte Futter komplett durch das neue ersetzt hast. Ich empfehle dir, feste Zeiten einzurichten, zu denen Nahrung angeboten wird, zum Beispiel morgens und abends, oder morgens, mittags und abends. Für den Hund ist das natürlicher, als den ganzen Tag Zugriff auf eine Futterschüssel zu haben, und du wirst so auch beim Hundetraining mehr Erfolg haben. Du kannst das Futter auch direkt fürs Training nutzen, indem dein Hund beispielsweise immer ein bisschen was bekommt, wenn er ein “Sitz” oder “Platz” richtig ausgeführt hat und sich so eine Futterration “erarbeitet”. Diese Art von Belohnung ist sehr wichtig für das Hundetraining.

Mindestens genauso wichtig ist es, dass dein Hund immer genug frisches Wasser hat. Das kann beispielsweise in einer Metallschüssel angeboten werden, da diese schön einfach zu waschen und sauber zu halten sind. Während sich beim Futter feste Zeiten empfehlen, sollte frisches Wasser wirklich immer zur Verfügung stehen!

Welches Spielzeug ist am besten für mich und meinen Hund?

Von Quietschspielzeugen ist auf jeden Fall abzuraten, da sie deinen Hund daran hindern, die Beißhemmung zu erlernen. Das tun junge Hunde am Besten im Spiel mit Kameraden- beißen sie zu fest zu, wird der andere Hund erst mal quieken oder schreien, und danach zurückbeißen. Ein Quietschspielzeug macht das nicht, somit lernt der Welpe nicht, wann Stopp ist. Ebenfalls ungeeignet sind Bälle – was wie ein Spiel aussieht, ist für den Hund eine Jagd, und somit eine komplett andere Verhaltensweise, die der Besitzer nicht fördern möchte.

Zum Glück gibt es gute Spielzeugalternativen. Etwas zum Knabbern oder ein Spielzeug, auf dem herumgekaut werden kann, darauf freuen sich die meisten Hunde – eine Kauwurzel bietet sich an; sie ist robust und in jedem Hundegeschäft erhältlich. Auch Rinderkopfhaut wird gerne genommen, da sie ebenfalls sehr stabil und hart ist und dem Welpen so eine ganze Weile Kauspaß und Beschäftigung bietet. Ein Spielzeug, das dein Hund und du gemeinsam nutzen können, ist eine stabile Kordel- mit dieser könnt ihr spielen, raufen und auch gut Kommandos wie das “Aus!” trainieren. Ebenfalls gut geeignet ist ein Kong, da er aus sehr hartem Gummimaterial gefertigt ist und der Hund somit gut damit spielen, sich aber nicht verletzen kann. In die Öffnungen des Kongs können zum Beispiel Leckerchen oder im Sommer ein paar gefrorene Früchte gepackt werden, sodass der Hund etwas zum Spielen und entdecken hat.

Über den Autor

Mein Name ist Daniel Joeres, ich bin 33 Jahre alt und Hunde wurden zu meiner größten Leidenschaft im Leben. Zeitlebens war ich von Wölfen und Hunden fasziniert und meine Begeisterung für das Thema wuchs mit zunehmendem Alter.

Nachdem ich mein Studium der Humanpsychologie und eine systemische Coaching Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe, beschäftigte ich mich intensiv mit der Interaktion zwischen Mensch und Hund unter psychologischen Gesichtspunkten. Schnell wurde mir klar, das sich diverse wissenschaftliche Kommunikationsmodelle auf die Interaktion zwischen Mensch und Hund übertragen lassen.

Daniel Joeres

Daniel Joeres
zertifizierter Hundetrainer

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2019-08-11T18:49:38+00:00

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